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Theaterphilosophie

 

 

 

"Die Aufgabe von KUNST besteht heute darin, Chaos in die Ordnung zu bringen." 

 (Theodor W. Adorno)

 

Kunst ist die Arbeit am eigenen Ich. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir an unserem Ich arbeiten wollen oder nicht. Es geschieht einfach, wenn wir – freiwillig – künstlerisch tätig sind. Indem wir Kunst machen, setzen wir uns mit uns selbst und der Welt, in der wir leben, auseinander - geistig, körperlich, emotional und seelisch. 

Wir sind es gewohnt, in unserem Alltag eine Maske zu tragen, hinter der wir all das verstecken, das uns selbst oder unserem Gegenüber unangenehm sein oder das uns Nachteile verschaffen könnte. Manchmal merken wir nicht einmal mehr, dass wir uns selbst hinter einer Maske verstecken. Als Künstlerin – und als Mensch – liegt mir daran, ein Bewusstsein für diese Masken zu entwickeln, die von „echten“ Menschen wie von dramatischen Figuren gleichermaßen getragen werden, und somit einen Blick auf das „Leben ohne Maske“ zu werfen.

In Bezug auf das Theater erscheint diese Behauptung zunächst womöglich absurd –  verkleidet man sich auf der Bühne doch oftmals mit Masken und Kostümen. Die Kunst des Spielens – und des Lebens! – besteht meiner Meinung nach aber darin, hinter diese und alle anderen Masken zu blicken und so vielleicht ein kleines bisschen Wahrheit zu erkennen.

 


 

"Das THEATER ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen,

die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben,

um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen."

(Max Reinhard)

 

Theater spielen bedeutet, sich mit vertrauten und fremden Welten, Menschen und Anschauungen auseinanderzusetzen, sie kritisch zu hinterfragen und auch sie ansatzweise nachvollziehen oder gar verstehen zu lernen. Dabei dient die Bühne als Abenteuerspielplatz für kleine und große Menschen, für alt und jung – für alle Menschen, die Lust dazu haben. Denn Theater spielen kann jeder – wenn er es will.   

Theater spielen bedeutet des Weiteren für mich, nicht nur die Kunst des Spielens, sondern auch die Kunst des lustvollen Scheiterns zu erlernen. Auf der Bühne geht so manches schief und das nicht nur während der Probenphase. Zur Freude aller sind es oft genau diese "Pannen", an die man sich lächelnd und lachend besonders lange zurück erinnert.

Theater spielen bedeutet darüber hinaus nicht, sich vor der „wirklichen“ Welt zu verschließen und in die Kunst zu flüchten – im Gegenteil: Theaterspielen fördert und fordert gleichermaßen den Schritt in die Kunst als auch (wieder) den Schritt hinaus in die Welt. 

 


 

 

"PÄDAGOGIK nicht als Einbahnstraße, sondern als soziale Handlung und wechselseitiger Dialog."

(Cornelia Wolf)

 

 

Pädagogik ist für mich eine zweigeteilte Kunst. Zum einen die Kunst, anderen Menschen etwas beizubringen im Sinne von Lerninhalte vermitteln. Darüber hinaus zeichnet sich ein guter Pädagoge für mich dadurch aus, dass er seinen Schülern dazu verhilft, sich selbst ein guter Lehrer zu werden.  

Außerdem ist ein guter Lehrer in meinen Augen, wer auch ein guter Lerner ist. Darunter verstehe ich nicht nur Fortbildungen und ähnliches, sondern auch, dass ein Pädagoge sich aufgrund seiner Funktion nicht automatisch über seine Schüler stellt. Denn in gewisser Weise ist jeder Mensch ein Lernender und kann auch zugleich ein Lehrender sein – als Experte auf seinem ganz persönlichen Gebiet. So bin ich auch der Meinung, dass Erwachsene ebenso von Kindern und Jugendlichen lernen, dass überhaupt jeder von jedem lernen kann – was ein sehr großer Schatz ist.

 


 

"Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen."

(Johann Wolfgang von Goethe)